TuS 06 Anröchte

Turnen in Anröchte von Beginn bis Heute

Die älteste Gruppe im TuS 06 Anröchte sind die Turner. Bereits um 1900 fanden sich junge Männer in Anröchte zusammen, die von der Idee des Turnvater Jahn recht angetan waren. Einige Jahre blieb es allerdings nur bei einer Idee. Im Jahre 1906 war es dann soweit: Im Saale Schnöde wurde der Turnverein "Westfälische Eiche" gegründet, wobei Dr. med. Josef Sommer zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Unter großen Startschwierigkeiten schafften die Veteranen die ersten Turngeräte an. Schon 1907 wurde eine Vereinseigene Fahne angeschafft, die heute noch bei zahlreichen Turnfesten und Veranstaltungen mitgeführt wird.

Die turnerischen Leistungen stiegen von Jahr zu Jahr an, so dass der Verein weit über die Gemeindegrenzen hinaus einen guten Namen bekam. 1913 fand schon das erste überregionale Sportereignis, das Bezirksturnfest in Anröchte statt. Während des 1. Weltkrieges ruhte der Turnsport und wurde 1919 wieder aufgenommen. Unter aktiver Mitarbeit des 2. Vorsitzenden Franz Bürger fand der Verein TV "Westfälische Eiche" 1906 Anröchte e.V. schon bald zu seiner alten Stärke zurück. Unvergessen sind die Namen der Turnbrüder Franz Wienecke, Karl Henneböhl, Hans Krebner und Anton Schulte.

Zur selben Zeit wurde eine Damenturnriege und eine Theatergruppe gegründet, die im Winterhalbjahr die Kasse aufbesserte. 1921 richtete der TV Anröchte das 2. Bezirksturnfest aus. 1933 schloss sich der damalige DJK Verein den "Westfälischen Eichen" aus Anröchte an. Ein Name für das neugeborene Kind wurde schnell gefunden: TuS 06 "Westfälische Eiche" Anröchte mit den Vereinsfarben Rot und Weiß.

Nach erneutem Rückschlag des 2. Weltkrieges stand man erneut bei 0. Doch der Sport war auch diesmal wieder die Triebfeder zum Neubeginn. Es fanden sich schnell wieder Turnbegeisterte ein, die vom Oberturnwart Anton Schulte, Männerturnwart Josef Schütte und Jugendturnwart Ernst Röper trainiert wurden und bald an vergangene Leistungen anknüpfen konnten.

1956 - zum goldenen Jubiläum und zur Einweihung des neuen Sportgeländes im Hagen fand wiedermals ein Bezirksturnfest in Anröchte statt. Zum ersten mal besuchte ein Fanfarenzug des Hellweg - Märkischen Turngaues die Haarstranggemeinde. Nach dem Festumzug war das ganze Dorf unterwegs, um die neuen Musikklängen der Fanfaren zu bewundern. 1958 wurde das Geräteturnen der Schülerinnen von Ernst Röper eingeführt.

Die folgenden Jahre waren wohl die Blütezeit der Anröchter Turner. Vor allem die Gebrüder Eickhoff, Ernst Röper, Heinz Möllenhoff, Heinz Sticht - heute noch unermüdlicher Motor der Turnabteilung, Alfred Bergmann, Reinhard Bürger, Helmut Schlüter, Willi Bürger seien hier stellvertretend für alle Turnbrüder genannt. Viele Turnwettkämpfe konnten für die "Starken Eichen" entschieden werden. Einige Turner wurden in Auswahlmannschaften bis hin zur Westfalen Turnriege eingesetzt. Einen Lupenreinen Hattrick schafften die Turner in den 60er Jahren. So wurden sie 1962/63/64 Kreismeister im Gerätturnen, und der Wanderpokal blieb in Anröchte. Man sprach von den "Starken Eichen" aus Anröchte, die überall bekannt waren.

Unter der Führung des 1. Vorsitzenden Ernst Röper wurde zu dieser Zeit das 500. Mitglied aufgenommen. Nachdem die erste Gymnastikgruppe 1966 von Brunhilde Schütte (heute von Erika Löblein gegründet wurde kamen immer mehr Frauen zum Turnsport. In den 60er Jahren betreute Alfons Eickhoff die Nachwuchsturner.

Mit Fertigstellung der neuen Dreifachturnhalle 1972 wurde der TuS 06 der Stellung des führenden Gro8vereins mit über 800 Mitglieder gerecht. Die Turner richteten zur Einweihung das Gau Turnfest des Hellweg-Märkischen-Turngaus aus. Durch die neugeschaffenen Platzmöglichkeiten in der Dreifachturnhalle, bildeten sich neue Turngruppen, darunter die Gymnastikriegen von Magret Möllenhoff (Heute Ulla Eickhoff) die Seniorengymnastikriege von Josefa Wolf (Heute von Franziska Salmen und Alma Gockel), die Volkstanzgruppe von Elfrun Blanke (Heutige JazzDance Gruppe mit Daniela Petry und Miriam Prakken), die Jedermannturngruppe von Ernst Röper ( heute Bruno Kirchhoff) und die Gymnastikgruppe von Birgit Vogt.

Die nächsten Erfolge des Turnsportes erreichte die TuS Turnriege ende der 70er / Anfang der 80er Jahren. Die von Hubert Eickhoff und Heinz Sticht trainierten Turner: Udo Schürmann, Ludger Gerken, H.J. Eickhoff, Wolfgang Berghoff, Manfred Buse, Ralf und Martin Schulte gewannen neben den Turnvergleichskämpfen 1980 den Kreismeistertitel im Gerätturnen. Besonders stellte sich Martin Schulte heraus, der beim Turnwettbewerb der Schulen von NRW den ersten Platz im Bezirksentscheid der Kreise Lippstadt, Soest und Meschede belegte.

Anfang der 80er Jahre wurde eine neue Nachwuchsschülerturnriege von Manfred Buse und Heinz Sticht ins leben gerufen. Neue Namen wie Hathumar und Volker Allhoff, Jürgen Sticht, die Gebr. Grafe, gebr. Borgschulte, Michael Eickhoff, hier einige stellvertretend zu nennen nahmen an Zahlreichen Turnwettkämpfen auf Gauebene teil.

1988 brachte der damalige Anröchter Turner Karl Braß einige Rhönräder mit nach Anröchte. Die bis dahin noch unbekannte Turnart, wurde in Anröchte sofort populär. Mit über 40 Mädchen trainierte Karl Braß, Babara Ebert und später Marlene Potthast bis zu 3 X wöchentlich. Die Gruppe hat an verschiedenen Wettkämpfe nicht nur teilgenommen, sondern auch vordere Plätze belegt. Hier trat Britta Röper hervor, die bei mehreren Wettkämpfen auf dem Siegertreppchen stand. Schon öfters wurden die westfälischen Bestenwettkämpfe in Anröchte ausgetragen. Heute leitet Ute Cußmann die Rhönradgruppe.

Mitte der 80er Jahre begann Hedwig Kirchhoff mit dem Neuaufbau des Mädchengerätturnens, die heute von Angelika Tönnis und Marianne Platz trainiert werden. Die Mädchen haben auch schon Wettkampfluft geschnuppert. Immer mehr Andrang haben die Kinderturngruppen. Viele junge Turner und Turnerinnen bewegen sich entweder jeden Mittwoch bei Ulla Eickhoff oder freitags beim Spielturnen mit Elisabeth Schmidt und Gerlind Budde.

Die Schülerturnriege wurde immer stärker. Hit über 30 Turnbegeisterte Schüler von 6 bis 12 Jahre trafen sich jeden Freitag mit Heinz und Jürgen Sticht zum Training. Beim Jahrgang 1980 kristallisierte sich die erste Schülermannschaft immer mehr heraus. Nach einigen Gau-Vizemeisterschaften 1988 / 1989 erlernten Christoph Lauer, Matthias Jaeger, Michael Schrick und Heiko Löblein die schwierigen Meisterschaftsübungen. Sofort kamen die TuS'ler auf dem Siegertreppchen. Bei den Gaueinzelmeisterschaften 1990 errang Heiko Löblein den 2. Platz und Michael Schrick den 3. Platz. Höhepunkt waren die Mannschaftsmeisterschaften der Schüler im Kunstturnen. Hier belegte die Turnriege aus Anröchte den 1. Platz und qualifizierte sich für die westfälischen Kunstturnmeisterschaften in Bad Laaspe. Ort belegte das Team den beachtlichen Achten Rang.

Erstmalig startete 1995 eine Schülerriege des TuS06 in einer Turnliga. Nach mehreren Durchgängen belegte Ingmar Allhoff, Dirk Eickhoff, Dirk Löblein, Ulrich Niemöller und Waldemar Ramchen in der Gauschülerliga II Jahrgang. 1985 und jünger den 1. Platz vor den Riegen aus den Dortmunder und Hammer Vereine. In diesem Jahr versuchen die Jungs den erkämpften Wanderpokal erneut zu verteidigen.

Die heutige Turnabteilung ist die größte Abteilung des Turn und Sportvereins. Die fast 600 Turner und Turnerinnen treffen sich jede Woche zu ihren Übungsstunden, wobei neben dem Turnen auch die gemütliche Geselligkeit gepflegt wird.

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